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28.06.2005 Verband Deutsches Reisemanagement und Deutsches Verkehrsforum veranstalteten Parlamentarischen
Abend: Geschäftsreiseverkehr stärken - Wirtschaftswachstum fördern
Die Verantwortlichen in den Reisestellen von Industrie
und Wirtschaft und die Mobilitätsindustrie drückt der Schuh gleich an
mehreren Stellen:
• bei der zu verbessernden Verkehrsinfrastruktur,
• bei der nötigen Effizienzsteigerung der Intermodalität der Verkehrsmittel,
• bei der Sicherheit der von ihnen betreuten Fahr- und Fluggäste in
zahlreichen Zielgebieten,
• bei Steuern und Abgaben,
• und bei der dringend erforderlichen Entbürokratisierung.
Abhilfe könne vor allem die Politik schaffen, stellten übereinstimmend
die Vertreter der Verbände, aber auch von Lufthansa und DB AG, bei einem
Parlamentarischen Abend fest. Vor rund 90 Parlamentariern aller Fraktionen und
hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden stellten das Deutsche
Verkehrsforum und der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) die Bedeutung
des Geschäftsreiseverkehrs für den Wirtschaftsstandort Deutschland
und die Probleme dar. Sie zeigten den Handlungsbedarf auf, damit der Geschäftsreiseverkehr
in direktem Zusammenhang mit der Konjunktur mehr Wachstum und weitere Arbeitsplätze
in Deutschland schaffen kann.
Für die gesamte berufsbedingte Mobilität geben Unternehmen und der
öffentliche Sektor in Deutschland jedes Jahr über 120 Milliarden Euro
aus. Diese Summe entspricht etwa der Hälfte der Ausgaben im Bundeshaushalt
2003 („VDR-Geschäftsreiseanalyse 2004“). Allein für Geschäftsreisen
wurden im Jahr 2003 mehr als 54 Milliarden Euro ausgegeben. Dieser Betrag übersteigt
die Urlaubsreiseausgaben der Deutschen
Damit Geschäftsreisen zur Produktivität der Wirtschaft optimal beitragen
können, müssen die Rahmenbedingungen für Mobilität stimmen.
• Das Straßen- und Schienennetz sowie die Luftverkehrsinfrastruktur
müssen bedarfsgerecht ausgelegt sein und laufend verbessert werden.
• Mobilitätshemmende Rahmenbedingungen müssen abgebaut werden.
• Eine proaktive Politik mobilitätsfördernder Maßnahmen
ist in einem zusammenwachsenden Europa unerlässlich.
• Eine intelligente Intermodalität, das heißt eine gute Verzahnung
von Verkehrswegen und Verkehrsträgern, ist wichtig, um Reibungsverluste
beim Umstieg zu vermeiden.
• Verbesserungen sind zudem erforderlich zum Beispiel hinsichtlich der
steuerlichen Situation bei Geschäftsreisen, der Finanzierung der Sicherheitskosten
und der Reduzierung des Verwaltungsaufwands.
Neue Finanzierungsmodelle wie Private Public Partnership sind für alle
Verkehrsträger hilfreich, die Infrastruktur den Bedürfnissen trotz
begrenzter Mittel öffentlicher Haushalte anzupassen.
Im europäischen Luftverkehr belastet die unzureichende Infrastruktur Wirtschaft
und Verbraucher jährlich mit Milliardenkosten. Hier müssen die Staaten
schneller auf das Wachstum im Luftverkehr reagieren und Flughäfen und Flugsicherungen
in die Lage versetzen, wirtschaftlicher und kundenorientierter zu arbeiten.
Ein guter Ansatz ist der Plan, einen gemeinsamen europäischen Himmel (Single
European Sky) zu schaffen, um die veralteten Luftraumstrukturen neu zu gestalten.
Ebenso muss der Masterplan für eine nachfragegerechte Luftverkehrsinfrastruktur
in Deutschland, den die deutsche Luftfahrtbranche vorgestellt hat, rasch umgesetzt
werden.
Im Schienenverkehr wird der Wettbewerb, auch durch die die europäische
Marktöffnung im Personenverkehr im Jahr 2010, im Verkehrsmarkt weiter zunehmen.
Die EU-Gesetzgeber sind gefordert, den freien Zugang zu fördern, einheitliche
technische Standards zu definieren und die Gesetze zu harmonisieren.
Für den Straßenverkehr im In- und Ausland steht die Forderung nach
der leistungsfähigen und attraktiven Verkehrsinfrastruktur zur Steigerung
der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland und dem erwarteten
Wirtschaftswachstum im Vordergrund. Zudem müssen Dienst- und Geschäftsreisen
umkompliziert durchführbar und bezahlbar sein.
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